Willkommen bei unserem großen Aggressive Skates Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Aggressive Skates. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich besten Aggressive Skates zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Aggressive Skates kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aggressive Skates eignen sich hervorragend für Stunts und Tricks. Sie gehören zu den stabilsten und widerstandsfähigsten Inlinern überhaupt.
  • Aggressive Skates sind mit sehr kleinen Rollen ausgestattet. Anfänger können mit ihnen gut das Fahren von Inline Skates erlernen.
  • Günstige Aggressive Skates kosten zwischen 100 und 150 Euro, teuere etwa 300 bis 400 Euro. Bei den absoluten Topmodellen kommen nur hochwertige Materialien zum Einsatz.

Aggressive Skates Test: Das Ranking

Platz 1: USD REALM BLACK

Redaktionelle Einschätzung

Der USD REALM BLACK eignet sich hervorragend für Anfänger, die auf der Suche nach passenden Aggressive Skates sind. Zu einem günstigen Preis bekommst Du hier alles, was es für die ersten Gehversuche im Stuntbereich braucht und bist gleichzeitig optimal geschützt. Aufgrund der hohen Verarbeitungsqualität bietet das Modell auch für fortgeschrittene Skater, die es richtig Krachen lassen wollen, Fahrspaß.

Zum Einsatz kommt eine „Kizer Clean“ Grindschiene, die aus sehr stabilem, haltbaren Material mit dicken Seitenwänden und einem breiten H-Block besteht. Sie kann auch als Einzelteil zu einem sehr günstigen Preis bezogen werden. Die Schiene eignet sich zum Grinden und Springen auf der Straße und im Skatepark. Sie kann problemlos zu einer Anti-Rocker Schiene umgerüstet werden, damit du beim Grinden nochmehr aus den Skates herausholen kannst.

Der USD REALM BLACK ist mit vier 57 mm Rollen bestückt, die einen Härtegrad von 89A aufweisen. Diese  sind in erster Linie auf Haltbarkeit bei Street Tricks und Vert Stunts ausgerichtet. Des Weiteren ist von reinem Cruisen auf normalem Straßenbelag eher abzuraten, weil Bodenunebenheiten nur minimal absorbiert werden. Hier empfiehlt sich dann eine Powerblading Schiene, die Rollen mit bis zu 80 mm aufnehmen kann.

Dank seiner hybriden Mischung aus Plastik und Stoff ist der Schuh einer der leichtesten Hardboots, die im Aggressive Skates Bereich zu finden sind. Darüber hinaus verdankt er seine Stabilität einer ultrastabilen Soulplate im Fußbereich.

Kundenbewertungen

Von allen Kunden auf Amazon bewerten ca. 90 % das Produkt mit vier bis fünf Sternen. Gute Bewertungen machen dabei mit 50 % den Großteil aus. Die restlichen 40 % bilden sehr gute Bewertungen.

Dem USD REALM BLACK werden generell gute Fahreigenschaften zugesprochen, die besonders auf glatten und asphaltierten Untergrundbelägen zur Geltung kommen. Positiv erwähnt wird ebenso die Passform des sehr bequemen, leichten und stabilen Schuhs. Dieser vermittelt ein sicheres Fahrgefühl. Eine breite Grindschiene erlaubt entsprechende Tricks. Auch Sprünge sowie die Nutzung von Halfpipes liegen im Bereich des Möglichen.

Für die normale Straße hingegen wird dem USD REALM BLACK die Eignung abgesprochen, da die Rollen viel zu hart sind. Angesichts des eigentlichen Verwendungszwecks stellt dieser Umstand jedoch kein gravierendes Manko dar bzw. wird durch das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis ausgeglichen.

10 % aller Käufer geben dem USD REALM BLACK eine neutrale Bewertung. Negative Meinungen sind nicht anzutreffen.

Das verbaute ABEC 5 Kugellager kommt bei der Bewertung nicht so gut weg und auch die Zunge des Schuhs erntet Kritik, da sie aufgrund eines Knickes beim Fahren als störend empfunden wird.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass eine höhere Kugellagerklasse wie ABEC 7, ABEC 9 oder ABEC 11 zu einem flüssigeren Rollmoment beitragen kann. Allerdings sind solche Kugellager deutlich anfälliger gegenüber Schmutz. Letztlich entscheidet deshalb nicht die Höhe der Klasse, sondern die Marke über die Qualität des Kugellagers.

Da andere Käufer von einem sehr angenehmen Fahrgefühl sprechen, handelt es sich bei dem erwähnten Zungenknick womöglich um einen Fabrikationsfehler. Ein kostenloser Umtausch sollte hier Abhilfe schaffen.

“FAQ”

Wie fällt der USD REALM BLACK in der Größe aus?

Das Modell fällt etwas kleiner aus, deshalb sollest Du es eine halbe bis ganze Nummer größer kaufen. Überprüfe zu Deiner eigenen Sicherheit aber die Angaben von USD.

Sind USD REALM BLACK bequem?

Das Modell ist sehr gut gepolstert und bequem.

Werden die USD REALM BLACK mit Bremsen ausgeliefert?

Nein, eine Bremse ist bei diesem Produkt nicht vorgesehen.

Lassen sich Schiene und Rollen austauschen?

Der Austausch beider Teile stellt kein Problem dar, sodass auch Rollen mit einer Größe von bis zu 80 mm angebracht werden können.

Eignen sich USD REALM BLACK für Anfänger?

Das Produkt eignet sich sehr gut für Anfänger, besonders wenn Du damit zusätzlich auch noch Sprünge und andere Tricks performen willst.

Platz 2: ROCES M12 UFS

Redaktionelle Einschätzung

Mit dem ROCES M12 UFS erhältst Du einen der Klassiker unter den Aggressive Skates zu einem absolut günstigen Preis. Hier stimmt einfach alles.

Die Schiene des ROCES M12 UFS besteht aus Nylon, die durch Glasfaser verstärkt worden ist. In Kombination sorgen beide Elemente für die nötige Stabilität bei Stunt und Tricks. Für Einsteiger könnte der flache H-Block am Anfang problematisch sein, da das Einlocken erschwert wird. Hier eignet sich eine andere Schiene unter Umständen besser. Dank des UFS (Universal Frame System) ist ein zeitweiliger Austausch aber jederzeit möglich.

Die äußeren Rollen des Inline Skates weisen einen Durchmesser von 58 mm und einen Härtegrad von 88A auf. Die inneren Rollen sind 42 mm groß. Damit präsentiert sich der ROCES M12 UFS in der klassischen Anti-Rocker Ausrichtung, die besonders zum Grinden geeignet ist. Wenn Du Deinen Schwerpunkt am Anfang auf andere Dinge legen willst, kann die Schiene zum Beispiel aber auch mit vier gleich großen Rollen bestückt werden. So bist Du schneller unterwegs.

Die Schale des Schuhs besteht aus hochwertigem, stabilem Kunststoff und die Schnalle des Verschlusses aus Aluminium. Der Innenschuh ist anatomisch mit Schaum ausgepolstert und verfügt über eine Einlegesohle, was die Dämpfung verstärkt.

Kundenbewertungen

57 % der Käufer bewerten den ROCES M12 UFS mit sehr gut auf Amazon. 29 % der Kunden vergeben ein gut.

Das Produkt überzeugt vor allem bei Design, Ausstattung, Preis und Verwendungsmöglichkeiten. Minimale Punktabzüge gibt es für Innenschuh, Grindwheels und Schiene. Letztere ist sehr flach und für Anfänger nur bedingt geeignet. Der sehr bequeme und komfortable Schuh hat im Vergleich zum Vorgängermodell scheinbar etwas an Qualität eingebüßt.

14 % halten eine befriedigende Note für gerechtfertigt. Negative Kommentare existieren noch nicht für dieses Modell.

Die neutrale Bewertung bezieht sich auf eine ältere Produktbeschreibung, die von vier Ersatzrollen spricht und so zu Missverständnissen geführt hat. Mit dieser Zahl ist der Komplettsatz für einen Schuh gemeint. Es werden also acht Rollen (vier reguläre Rollen plus vier Grindrollen) geliefert.

“FAQ”

Wie fällt der ROCES M12 UFS in der Größe aus?

Der Schuh fällt etwas kleiner aus und sollte eine Nummer größer bestellt werden. Weitere Informationen kannst Du der Größentabelle von ROCES entnehmen.

Hat der ROCES M12 UFS eine Bremse?

Nein, wie die meisten Aggressive Skates wird das Modell ohne Bremse verkauft.

Können die einzelnen Teile des ROCES M12 UFS ausgetauscht werden?

Das Universal Frame System (UFS) der Schiene ermöglicht den Austausch sämtlicher Bestandteile. Die Länge der Schiene ist dabei von Deiner Schuhgröße abhängig. Als Richtwerte kannst Du die folgenden Angaben verwenden.

Werden Ersatzrollen mitgeliefert?

Jeder Schuh ist mit einem vollständigen Satz Außenrollen ausgestattet. Zusätzliche Grindwheels gibt es allerdings keine.

Platz 3: K2 FRONT STREET INLINE SKATE

Redaktionelle Einschätzung

Mit diesem Produkt erhältst Du einen unschlagbar günstigen Aggressive Skate, der sich nicht vor der teuren Konkurrenz verstecken muss. Schiene, Rollen und Schuh erfüllen auch gehobene Ansprüche und können jederzeit an Deine individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Wie alle Aggressive Skate Modelle von K2 ist auch der FRONT STREET INLINE SKATE mit einer Flat Abstimmung ausgestattet, die eine erhöhte Geschwindigkeit zulässt. Gleichzeitig besteht die Schiene aus sehr dickem, stabilem Material. In dieses ist ein tiefer H-Block eingelassen, der das Grinden unterstützt.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich ein Anti-Rocker Set-up montieren und so das Grindverhalten weiter verbessern. Der große Vorteil der Schiene besteht darin, dass dazu keine kleineren Rollen benötigt werden. Es stellt sich jedoch die Frage, ob Grindrollen hier nicht die bessere Wahl darstellen. Wir meinen, das tun sie!

Der K2 FRONT STREET INLINE SKATE ist mit vier 57 mm Rollen bestückt , deren Größe dank der Schiene auf bis zu 61 mm erhöht werden kann. Der Härtegrad wird mit 88A angegeben, was für moderates Springen und Grinden absolut ausreichend ist. Bei höherer Beanspruchung empfehlen wir Dir härtere Rollen mit ca. 92A. Der Härtegrad der Grindrollen sollte allerdings noch darüber liegen. Hier sind 102A ein guter Mittelwert.

Das Grundgerüst der Softboot-Konstruktion besteht aus gehärtetem Kunststoff und schützt den Fuß vor harten Einschlägen. Die Spitze des Schuhs ist dabei ganz besonders massiv. Der massive Cuff sowie der hoch geschnittene Boot sorgen für Extrahalt bei Sprüngen und Grindtricks.

Kundenbewertungen

Deutsche Kunden, die das Produkt auf Amazon gekauft haben, sind zu 100 % zufrieden mit diesem. US-amerikanische Käufer teilen diese Meinung zu 50 %. Dabei entfallen jeweils 25 % auf gute bzw. sehr gute Bewertungen.

Gelobt wird der ausgezeichnete Halt des Schuhs sowie der H-Block der Schiene, welcher sich gut zum Grinden über Geländer eignet. Das Fahrverhalten bieten ebenfalls keinen Anlass zur Klage und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist äußerst angemessen.

50 % der amerikanischen Käufer gibt dem Inline Skate eine neutrale oder negative Bewertung. Das Verteilungsverhältnis beträgt wiederum jeweils 25 %.

Andere Käufer bemängeln den Tragekomfort des Softboots und machen dafür das verwendete Material verantwortlich. Dieses ist unnachgiebig und passt sich nicht in ausreichendem Maß an den Fuß an, sodass Bewegungen mit Schmerzen verbunden sind. Außerdem ist die Verarbeitung der Nähte schlecht, weil diese an beiden Boots geplatzt sind.

Bei anderen Käufern sind unterdessen keine vergleichbaren Mängel aufgetaucht. Nachdem der betroffene Kunde selbst den Verdacht eines Herstellungsfehlers geäußert hat, scheint ein kostenloser Warenumtausch nachhaltige Besserung zu versprechen.

“FAQ”

Eignet der K2 FRONT STREET INLINE SKATE sich nur für den Skatepark?

Das hängt von Deinem persönlichen Geschmack ab. Aggressive Skates verfügen naturgemäß über kleine, harte Rollen und sind damit im Verhältnis zu anderen Inlinern langsamer. Auch die Dämpfungseigenschaften solcher Rollen sind gewöhnlich nicht so effektiv, weshalb Bodenunebenheiten mehr ins Gewicht fallen. Für längeres Fahren auf Straßen bieten sich deshalb Fitness Skates oder Freeskates an.

Ist der K2 FRONT STREET INLINE SKATE bequem?

Der Schuh kann sich am Anfang etwas steif anfühlen, passt sich mit der Zeit aber an den Fuß an.

Verfügt der K2 FRONT STREET INLINE SKATE über eine Bremse?

Nein, das Produkt wird ohne Bremse angeboten. Anfänger könnten damit ihre Probleme haben.

Wie fällt der K2 FRONT STREET INLINE SKATE von der Größe her aus?

Ein pauschales Urteil lässt sich in diesem Fall nicht fällen. Einige Käufer berichten, dass K2 Modelle klein ausfallen und eine halbe bis ganze Nummer größer gekauft werden müssen. Bei anderen Kunden tut es aber auch die normale Straßenschuhgröße. Probier es also einfach aus und achte dabei auf die Größenangaben des Herstellers.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Aggressive Skates kaufst

Wann sind Aggressive Skates für Dich das Richtige?

Aggressive Skates sind für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis geeignet und auf das Performen von Tricks ausgerichtet. Sie können auf der Straße sowie in Skateparks eingesetzt werden.

Du liebst es mit deinen Inline Skates zu Grinden (to grind, dt. schleifen; meint das Rutschen entlang einer Kante) oder Sprünge und Drehungen zu machen? Dann sind Aggressive Skates genau das Richtige für Dich! Zwei Arten lassen sich bei dieser „aggressiveren“ Ausprägung des Inline Skatings unterscheiden:

Freestyle Skating

Beim Street Skating werden natürliche Objekte aus Deiner Umgebung zu Hindernissen umfunktioniert. Dazu können Bänke, Geländer, Mauern und Treppen zählen. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, weshalb diese Art des Skatens auch als Freestyle Skating bezeichnet wird.

Stunt Skating

Stunt Skating findet in einem künstlich geschaffenen Skatepark statt. Dort kannst Du verschiedene Rampen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad ausprobieren. Eine beliebte Aktion besteht im sogenannten Vert Skating. Hier wird vornehmlich der senkrechte Teil einer Halfpipe zum Ausführen von Tricks genutzt.

mit Aggressive Skates im Skatepark

Aggressive Skates sind speziell für das Ausführen von Tricks ausgerichtet. Ob im Skatepark oder auf der Straße – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. (Foto: hurricanehank / 123rf.com)

Wie viel kosten Aggressive Skates?

Aggressive Skates sind in verschiedenen Preisklassen erhältlich, die sich in erster Linie an den verwendeten Materialien orientieren.

Modelle aus hochverdichtetem Kunststoff mit einer extrem stabilen Nylonfaser-Schiene gibt es schon ab 130 Euro. Hartschalen-Skates aus robustem Plastik bewegen sich preislich im 200 Euro Rahmen. Aus Karbonfaser gefertigte Aggressive Inliner, an die eine Aluminiumschiene angelegt ist, können hingegen leicht bis zu 480 Euro kosten.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Aggressive Skates vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Aggressive Skates vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Produkt für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Schiene
  • Rollen
  • Schuhe

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Schiene

Die Schiene stellt die wichtigste Komponente Deines Aggressive Skates dar. Sie entscheidet über das Feeling beim Grinden und Fahren. Von ihr hängt ab wie gut die Balance, Wendigkeit und Rutschgeschwindigkeit ist. Außerdem bestimmt sie Aufprallverhalten und Eintrittswinkel beim Kontakt mit Hindernissen.

Die Schiene Deines Aggressive Skates besteht meistens aus robustem Kunststoff, um den extremen Belastungen beim Grinden standhalten zu können. Hochwertiges Aluminium wird ebenfalls verwendet, ist aber teurer. Aufgrund der harten Einschläge muss dennoch ein hoher Materialverschleiß einkalkuliert werden.

Alle Aggressive Skates sind standardmäßig mit UFS (Universal-Frame-System) ausgerüstet. Der große Vorteil dieses Features besteht darin, dass Du alle Komponenten Deiner Inliner (Schuh, Rollen, Kugellager) ersetzen kannst. Auch eine individuelle Anpassung ist durch den praktischen Befestigungsmechanismus der Schiene möglich.

Viele Schienen weisen zwischen den mittleren Rollen zudem eine Aussparung auf, die das Grinden begünstigt. Dabei handelt es sich um den sogenannt H-Block, der oft irrtümlich als Groove bezeichnet wird.

Der Groove sitzt mittig an der Außenseite der Fußsohle und bezeichnet eine Einkerbung, welche unter anderem die Standfestigkeit beim Grinden unterstützen soll. Ausnahmen sind zum Beispiel Schienen von Kizer, die einen integrierten Groove haben.

Aggressive Skates

Die Schiene ist ausschlaggebend für das Fahrgefühl. Sie besteht entweder aus Kunststoff oder Aluminium.

Länge

Als Richtwerte für die optimale Größe Deiner Schiene eignen sich die folgenden Angaben:

  • Small (Gr. 36–40) = 250 mm
  • Medium (Gr. 41–43) = 260 mm
  • Large (Gr. 44–47) = 270 mm

Anti-Rocker Schiene

Es gibt mehrere Arten, um Schiene und Rollen bei Deinen Aggressive Skates miteinander zu verbinden. Abgeleitet aus dem Fachbegriff Rockering findet hierbei eine Anpassung des gewöhnlichen Flat Set-ups (Schiene umfasst vier gleich große Rollen) statt.

Bei einem Anti Rocker Set-up sind an den äußeren Enden der Schiene zwei identisch große Rollen angebracht. Jene werden durch zwei schmale, extra harte Grindrollen in der Mitte ergänzt.

Die Grindrollen berühren den Boden nicht, was einer der Hauptgründe für die verminderten Laufeigenschaften des Anti Rocker Set-ups ist. Zum Vorteil wird diese Eigenschaft beim Grinden über Hindernisse, das durch die mit rutschenden Anti Rocker Rollen sehr flüssig abläuft. Die Kombination ist die populärste Variante unter Aggressive Skatern.

Freestyle Schiene

Bei dieser Variante fallen die zwei Rollen in der Mitte komplett weg. Stattdessen sind dort in der Regel widerstandsfähige Plastikplatten (Plates) verbaut, die zum Grinden benutzt werden. Manche Freestyle Schienen sind auch mit einer Federung versehen.

Ein Freestyle Set-up bietet Dir den größtmöglichen Bereich zum Grinden. Des Weiteren hilft es besonders Anfängern, Treppenabsätze und Geländer leichter zu treffen und dabei die Balance zu halten.

Flat Schiene

An der Schiene befinden sich vier gleich große Rollen. An den Außenseiten der zwei mittleren Rollen sind Grindplates befestigt. Wenn Du überwiegend in Skateparks unterwegs bist, leistet dieses Set-up hervorragende Dienste.

Der Grund liegt in der guten Kraftübertragung. Sie ermöglicht eine ausreichend hohe Schnelligkeit und Wendigkeit in den Steilpassagen der Rampen. Die relativ großen Rollen sind beim Grinden dagegen eher hinderlich, weil es bei Kontakt mit Hindernissen zu einem Blockieren kommen kann.

Tri Rocker Schiene

An jeder Schiene befinden sich drei identische Rollen. Das verbleibende Achsenloch ist entweder leer oder wird mit einer Anti Rocker Rolle versehen. So bist Du einerseits verhältnismäßig schnell mit Deinen Aggressive Skates unterwegs und dabei wendig, kannst andererseits aber auch noch Grinden. Wenn Du Geschwindigkeit bevorzugst und das Risiko von blockierenden Rollen verkleinern willst, greife hier zu.

Powerblading Schiene

Diese Schiene erlaubt das Anbringen von größeren Rollen. Sie haben in der Regel einen Durchmesser von 72 bis 80 mm und ermöglichen ein schnelleres Drehmoment. Die erhöhte Geschwindigkeit geht allerdings zu Lasten der Stabilität. Die Schiene ist deshalb für Grindtricks nur eingeschränkt nutzbar. Sie eignet sich eher für einen Aggressive Boot, der von Dir für normales Cruisen genutzt wird.

Aggressive Skates in der Halfpipe

Für verschiedene Anwendungen und Vorlieben gibt es unterschiedliche Arten, wie Schiene und Rollen der Aggressive Skates verbunden sind. (Foto: Skitterphoto / pixabay.com)

Rollen

Im Gegensatz zu anderen Inlinern sind Aggressive Skates mit deutlich kleineren Kunststoffrollen ausgestattet. Diese zeichnen sich durch ihre besondere Härte aus. Anfänger, Fortgeschrittene und Profis profitieren von den besonderen Fahreigenschaften.

Durchmesser

Die durchschnittliche Rollengröße beträgt zwischen 50 und 64 mm. Weit verbreitet sind 55, 56 und 57 mm RollenAnti Rocker Rollen bzw. Grindrollen haben hingegen nur einen Durchmesser von 40 bis 47 mm.

Härtegrad

Reguläre Rollen weisen einen Härtegrad von 85 bis 95A auf. Der Durchschnitt liegt bei ca. 89 bis 92A. Bei Grindrollen beträgt dieser Wert 98 bis 105A. Aggressive Skates Rollen sind allgemein sehr widerstandsfähig und langlebig.

Fahrverhalten

Aufgrund ihrer Beschaffenheit ist der Spielraum von Aggressive Skates Rollen bei der Balance wesentlich besser als bei anderen Inline Skates. Die Reibung auf dem Untergrund ist geringer und die Rollen gleiten einfacher, was zu mehr Kontrolle und Stabilität führt. Du kannst leichter Deinen Schwerpunkt verlagern, ohne zu stolpern. Die Dämpfung ist allerdings nicht so effektiv wie bei weicheren Rollen.

Für das Zurücklegen von längeren Strecken sind solche Rollen eher ungeeignet. Das hängt mit dem erhöhten Kraftaufwand bei der Fortbewegung und der vergleichsweise geringen Endgeschwindigkeit zusammen. Aggressive Skates eignen sich deswegen auch gut für Anfänger.

Die erwähnte Stabilität und Kontrolle beim Fahren ist ein weiteres Plus. Für größere Distanzen stellen Fitness Skates hingegen die bessere Wahl dar. Wir empfehlen Dir, immer ein handelsübliches 4er Pack Rollen als Ersatz mitzunehmen. So bist Du bestens darauf vorbereitet, wenn bei der hohen Beanspruchung doch einmal etwas kaputt geht.

Agressive Skates schwarz

Für lange Strecken sind Aggressive Skates nicht geeignet.

Schuhe

Bei Aggressive Skates kommen Boots in unterschiedlichen Ausführungen zum Einsatz. Der Schwerpunkt liegt auf dem starken Schutz von Gelenk und Fuß. Ziel ist es, die Energie des Aufpralls beim Springen und Grinden aufzunehmen.

Du kannst zwischen verschiedenen Aufbauformen bei Aggressive Skates wählen. Damit ist der eigentliche Oberschuh (Boot) ohne die Schiene und ihre Komponenten gemeint. Wofür Du Dich letztlich entscheidest, hängt von persönlichem Geschmack und Budget ab.

Hardboot-Skates ohne Skin

Bei Hartschalen-Skates handelt es sich um robuste Kunststoffschalen mit herausnehmbaren Innenschuhen. Sie sind besonders stabil, aber gleichzeitig auch sehr einfach aufgebaut. Das macht das Ersetzen der einzelnen Bestandteile leichter.

Neben dem Innenschuh, der häufig mit einem Schockabsorber versehen ist, kommt auch noch eine stabile, hohe Manschette (Cuff) zum Einsatz. Diese stabilisiert als Verlängerung der Kunststoffschale Sprunggelenk, Ferse und Wadenbeinmuskeln. Sie kann mittels einer Schaftschnalle in der gewünschten Position fixiert werden.

Die Sohle wird durch zwei Stützrahmen (Soulframes) im vorderen und hinteren Teil verstärkt. Eine gehärtete Plastikplatte im mittleren Innenbereich der Sohle rundet die Konstruktion ab.

Hardboot-Skates mit Skin

Der Hartschalen-Skate ist zusätzlich mit einem Stoff- oder Lederbezug versehen. Das dient der optischen Aufwertung, birgt aber wegen der Anfälligkeit  des Materials die Gefahr einer schnelleren Abnutzung.

Als Alternative zu den Kunststoffschalen eignet sich Karbon. Karbon hat den großen Vorteil, dass es sich auch nach längerer, intensiver Nutzung nicht verformt und sehr leicht ist. Diese Qualität hat allerdings ihren Preis. Hartschalen aus Karbon kosten deutlich mehr als normale Kunststoffschalen.

Softboot-Skates

Das Obermaterial besteht aus mehreren, übereinander liegenden Stoffschichten. Der Schuh ist dadurch leichter und flexibler, allerdings auch anfälliger für Verschleiß. Deshalb gleicht der Aufbau moderner Softboots eher dem von Hartschalen-Skates, wo es einen separaten Innenschuh gibt.

Der eng anliegende Cuff wird auch hier mittels einer Plastikschnalle fixiert. Eine weitere Schnalle im Bereich des Kreuzbandes sorgt für zusätzlichen Halt.

Hybrid-Skates

Sie bestehen aus einer Kombination von unterschiedlichen Materialien. Mehrere Lagen aus Stoff, Plastik sowie Leder werden verarbeitet und auch Karbon kommt zum Einsatz. Der Aufbau ist insgesamt nicht so wuchtig wie bei den anderen Boots und äußerst leicht.

Einen Sonderfall verkörpern die Boots der Firma XSJADO. Sie ähneln im Aufbau einem Snowbordstiefel, in den Du mit einem speziellen Schuh einsteigst. Mit diesem kannst Du im Gegensatz zu herkömmlichen Innenschuhen problemlos herumlaufen.

Das Skelett der Stiefel wird wieder aus Kunststoff oder einem Materialmix gebildet. Drei Schnallen sorgen für den nötigen Halt. Sollten Deine Füße noch wachsen, kannst Du den Schuh einfach durch ein größeres Modell ersetzen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.spiegel.de/video/skateboarding-im-windkraftwerk-video-1775010.html


[2] http://www.inlinemap.net/de/?tab=new#/z15/50.2000008,11.7833004/terrain


[3] http://www.inliner-blog.de/freestyle-inliner/powerslide-imperial/


[4] http://www.freeskatemag.com/category/videos/


[5] http://www.skateguide.de/thema/aggressive-skates

Bildquelle: pixabay.de / tookapic

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